Schwedens Puls oder die Gegensätze von Stockholm.

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wie ich anfangen soll bei den ganzen Eindrücken, die wir hier gesammelt haben in 4 Tagen Hauptstadt – Aufenthalt. Doch! ich weiß…damit, so wie Ina Müller ihren Stockholm Trip begonnen hat: „Soviel Wasser überall, ich kann gar nicht glauben, wie das hier alles hält!“ Na, so ähnlich hat sie es gesagt und meinte, wenn man sich die Landkarte anschaut, sieht es aus wie lauter Inseln, aber nicht wie eine zusammenhängende Stadt, was man meist gewöhnt ist. Genauer betrachtet, es sind tatsächlich 14 Inseln eines sogenannten Archipels, verbunden durch mehr als 50 Brücken. Der Charme einer Großstadt mitten in den Schären, inmitten von Wasser.

Strandbad zwischen Södermalm und Kungsholmen

Als wir unser Hotel buchten Monate vorher, achteten wir darauf (zumindest dachten wir es), daß wir nicht genau im Zentrum sind, aber nicht zu weit weg und gut angebunden mit öffentlichem Verkehr. Irgendwie dachten wir auch, es wäre straßentechnisch richtig gut zu erreichen von unserer letzten Station aus. Ähm, nun ja, schon beim Reinfahren in Stockholm merkten wir, es ist nicht ganz so einfach wie geplant. Brücken, darüber Brücken, darunter Brücken, ein einziges Verkehrsgewirr für ungeübte MIttelgroßstadtmenschen. Kurz vorm angepeilten Ziel fahren wir durch untertunnelte Häuserblocks und just darunter sagt Frau Navi: ‚Sie haben ihr Ziel erreicht:‘ Aha! Über uns also – aber wie? dahin kommen. Es gab den ersten Streß der Autoinsassen, da lang, dort lang, komm lieber ins Handy eingeben, jetzt hier lang und puh – sogar das Parkhaus gefunden. Respekt dem Fahrer 🙂 !! Wir hatten dann direkt dreimal Glück: Geld gefunden (wird gleich fürs Parkgeld eingeplant), Rettung im komplizierten Weg – finden – zum – Hotel und eine nette Rezeptionistin (Rezeption nennen sie hier Desktop) – ich hatte nur für 2 Personen statt für vier gebucht, hoppla 😉

Unser Ausblick aus dem Hotelzimmer hat uns jeden Moment, den wir im Hotelzimmer waren, fasziniert. Die verwischten Lichter des nicht still stehenden Verkehrs am Abend, die Radfahrer, die sich morgens auf der Brücke in den Arbeitsverkehr dazumischten und die Architektur am Ende unseres kleinen Fensterhorizontes. Quasi der Vorgeschmack auf unseren ersten richtigenTag in Stockholm. Gewappnet mit Städtekarte, einem Stkhlm Reiseführer und den Infos aus dem Ina Müller Reisefilm tappen wir los. Erstmal U – Bahn Ticket besorgen. Dafür muss man sich zuerst eine Chipkarte kaufen. Die wird dann aufgeladen mit unserem 72h – Ticket und nun könnten wir kreuz und quer die ganze Zeit die Stadt erkunden. Dies beinhaltet auch verschiedene Fährlinien per Schiff, wir sind also gut ausgerüstet. Achja, was war eigentlich mit dem Wetter? Naja mal so mal so, an diesem Tag etwas Regen. Perfektes Museumswetter! Klar, wir sind nicht die einzig(st)en mit dieser grandiosen Idee, aber: ich glaube auch bei schönem Wetter ist DIESES Museum einfach voller Leute, vor allem Touristen. Das Vasa Museum!!! Nicht Wasa Knäcke, nein, es geht um ein extra angefertigtes Kriegsschiff, 1628 fertiggestellt, die VASA. Die wohl kürzeste Geschichte eines Schiffes . Für alle Infos dazu lest hier, es ist sehr sehr spannend: https://www.vasamuseet.se/de

Zeit ist in dem Museum kein Thema, sie verfliegt daß man es gar nicht merkt, alles ist super interessant. Aber ein anderes Museum muß danach noch sein – das ABBA Museum. Keiner der kleineren Jungs von mir meckert, cool. Also kann ich nach dem erfolgreichen Absolvieren des Rundgangs durch alle Räume wieder nur sagen: „Thank You For The Music!“ Unbedingt empfehlenswert, wenn ihr mal dort seid. Hinterher weiß man soviel mehr über unsere Helden der 70er, es macht einfach Spaß – und natürlich Ohrwurmgefahr ;-).

Damit dieser Blog jetzt nicht in einen überlangen unvollständigen Reiseführer ausartet, kürze ich jetzt mal ein wenig ab. Wir hatten: einen grandiosen Ausblick über Stockholm von Katharina Nissen aus, einen super Einblick in die Geschichte der Nobelpreisträger im Nobelpreismuseum, einen Ohren- und Augenschmaus bei der königlichen Wachablösung, eine blaue Phase, als wir mit asiatischen Touristen die schmalste Gasse Stockholms begangen haben, wunderbare ruhige Momente auf Langholmen und Waldemarsudde, kulinarische Erlebnisse in Gamla Stan und auf der Kungsgatan, als wir in einer Art Streetfood Schuppen gelandet sind und mit kriminalistischem (echt beeindruckendem) Talent den Drehort von „Kommissar Beck“ gefunden – einen Balkon in Langholmen und fast, aber nur fast hätten wir eine Dachwanderung in Riddarsholmen mitgemacht. Aber eins hat uns davon abgehalten, mein Leben als Schisser ;-).

Klar waren wir auch etwas shoppen – zum Beispiel in Schwedens größter Kaufhauskette – Ahlens. Gelb auch dort überall, hab mir ein Netz gekauft ;-). Das Highligt Stockholms war unter Tage. Wir haben es eine Weile gesucht und gefragt danach, aber dann mit einem echten Hochgefühl gefunden. Die blaue U – Bahn Linie und ihre wunderbar filigrane und irgendwie folkloristische Bemalung in der Station. Und ein Lieblingsbild muss noch sein, so als Yellowlover: die gelbe Wand am Globen, dem Rundbau mit Ausblick, in dem auch schon der Eurovision Song Contest stattfand.

Es gibt noch viel mehr zu berichten, deswegen gibt es ganz zum Schluss der Schweden – Berichte noch einen DesignJunkieBlog. Bis dahin, schaut hier: https://www.ndr.de/fernsehen/Inas-Reisen-Stockholm,inasreisen102.html und verfolgt die nächsten zwei Blogs. Es geht weiter über einen Umweg in die Schären VOR Stockholm zum Vätternsee.

Eure Kat

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Avatar von Mr.Fresh Mr.Fresh sagt:

    Hey super Blogbeitrag. Mir gefällt dein Schreibstil. Locker, humorvoll und bildhaft gesprochen. Weiter so 😉

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    1. Dankeschön Mr. fresh, schau doch auch gern meine nachfolgenden Beiträge durch .😊👏

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