Süßer Bonbonduft und frische Seeluft: Gränna.

Blick auf den grössten Platz von Gränna.

Auf zur letzten Etappe unserer Mini – Rundreise durch ein Teilstück vom schönen Schweden! Alles wieder rein ins Auto und Abfahrt nach Gränna. Ach nee, warte mal, wir wollten doch noch baden gehen, egal, auch wenn’s regnet….Motala hat nämlich einen wunderbaren Strand, ein bisschen wie eine Bucht. Lest selber, wie toll es hier ist: https://start.motala.se/de/besuchen-erleben/varamobaden/. Glück ist dabei unser zweiter Vorname, es regnet NICHT, es gibt nur ein bisschen viel Wind, an den man sich erstmal gewöhnen muss. Herrliches Wasser allerdings! Wellen, und keiner weiter hier ausser ein paar Kitesurfern. Meine Jungs streiken, das sind vielleicht ein paar Weicheier 🙂 :-). Ich genieße es, wie kann das Glücklichsein doch einfach sein!

Kurz vor Gränna, sehen wir schon von weitem ein rotes freistehendes Haus mit verglastem Spitzdach. Ungewöhnlich und anziehend, da müssen wir unbedingt hin, um uns umzuschauen. Es ist ein Naturhaus – Cafè: wie in einem Tropenhaus, nur noch mit cooler und gemütlicher Einrichtung. Das kulinarische Angebot erstreckt sich über feine Törtchen und Kuchen, Gebäck wie zB Zimtschnecken sowie natürlich Kaffee und gratis Wasser. Der verglaste Dachboden ist für Yoga – Veranstaltungen oder Meditationen vorgesehen….passt wirklich super. Draussen stürmt es schon und nach unserer kleinen Kaffeepause fahren wir nun ein in den Bonbonort Gränna.

Gränna liegt relativ weit unten am Vätternsee und gehört noch zur Provinz Smaland (bekannt durch die Geschichten von Astrid Lindgren). Berühmt ist der Ort mit den hübschen Holzvillen für die Herstellung der beliebten Zuckerstangen, in rot – weisser Färbung unter ‚Polkagris‘ bekannt. Tatsache, an der Hauptstrasse reiht sich eine Schauwerkstatt an die andere und es gibt natürlich jede Menge andere süsse Reisesouvenirs, die man in den dazugehörigen Lädchen entdecken kann. Eine weitere schöne Kaffeepause (ich glaub es war der nächste Tag), hatten wir in einem der schmucken Bistros auch an dieser Strasse. Man hat dort neben dem dekorativen Gastraum auch eine kleine Terasse, auf der man wunderschön zum kleinen Hafen, von wo aus es nach Visingsö geht, schauen kann. Hier saßen wir bei Kaffee, Fischbrötchen und Apfelcider … im Regen unterm Regenschirm. Ach, was kann nur Glücklichsein einfach sein ;-).

So zwischendurch gibt es hier mal einen kleinen Check up, was man alles bei Hotel-Buchungen über Online – Portale beachten sollte. Nach fünf verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten haben wir da so einiges, an was wir beim nächsten Mal genauer denken müssen(kommt daher, dass wir bei unserer letzten Station ein fulminantes Hotelzimmerfinale erwartet haben, aber genau das Gegenteil eintraf ;-)) Auf was man achten sollte: 1. Genaues Googlebild laden für die konkrete Verkehrslage des Hotels; liegt es vielleicht doch an einer Hauptstraße oder in einem Großkreuzungsgebiet. 2. Was bedeutet zB ‚Parkblick‘ – ist es nur ein Grünstreifen oder wirklich ein erholsamer Ausblick. 3. In den Ausstattungsmerkmalen genau hinschauen – ist da zB ein Schrank dabei? Wenn nicht, ist eben kein Schrank im Zimmer. Wohin also mit dem Gepäck?! Und 4. Die Quadratmeterangabe eines Zimmers – ruhig zuhause mal diese Fläche ausmessen und überlegen, ob man es auf 10m² zu viert aushält ;-). Aber, alles andere als Überraschung ist auf jeden Fall super, wir waren immer total gespannt auf unsere Beherbergungen!!! Und irgendwie waren sie alle einzigartig. In Gränna haben wir wirklich wi(n)tzig gewohnt….

Nun nochmal zurück zu den touristischen Aktivitäten ;-). Wir fahren vom kleinen Hafen aus mit der Fähre nach Visingsö, etwa 25 min Überfahrzeit bis zur Insel sind angegeben. Stimmt auch, und wieder sind wir unterwegs in ner kleinen Regendusche (man könnte meinen, in Schweden regnet es immer – wenn wir es nicht schon besser wüssten). Aber auf Visingsö angekommen, scheint doch auch wieder die Sonne! Irgendwoher, ach ja, von der Fahrkartenverkäuferin, haben wir eine kleine Landkarte mit den Highlights bekommen und schnell entscheiden wir, wohin wir fahren. Achso, aber wie? Nicht lang überlegt, da steht ein Busfahrer mit seinem Bus, den fragen wir. Und los gehts. Es geht mit ihm quasi einmal über die Insel, erst nach Norden und dann nach Süden. Auf Visngsö werden Busfahrer anscheinend auch als Paketausfahrer genutzt, an einem der wenigen Supermärkte hält er an der Laderampe und gibt einen Packen Warensendungen aus. Cool! Wir lassen uns und noch eine weitere deutsche Touristin bis zum Südende der Insel chauffieren, um die Reste einer Burg zu begutachten. Visingsö hatte zwei Burgen, die eine bedeutende Rolle in der schwedischen Geschichte gespielt haben. Zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert war es sogar das Zentrum der schwedischen Machthaber aufgrund ihrer Insellage, wo man sich gut verteidigen konnte. Nun, die Reste der Festung im Süden waren kaum noch repräsentativ: Meer, Wellen und Wetter haben fast alles weggetragen, aber die Burg im Hauptort ist noch relativ gut erhalten und gab ein schönes Fotomotiv. Zwischendurch sind wir in Ufernähe und Wind in den Haaren gut rumspaziert, ich hab unser nächstes Ferienhaus im nächsten Schwedenurlaub entdeckt und der Busfahrer war dann doch nicht so zuverlässig wie angenommen :-). Wir sind dann ein Stück getrampt in nem Volvo und später gabs natürlich auch noch Kaffee.

Am vorletzten Abend ist uns so richtig bewusst geworden, dass wir schon sehr viel Geld ausgegeben hatten. Deswegen haben wir ein romantisches Abendstimmung Picknick mit Sachen aus dem Supermarkt veranstaltet. Auch schön, mal nicht hundert Euro für ein Abendessen für vier auszugeben!

Übrigens, eine Stadt aus der Gegend sollte man nicht unter den Tisch kehren: Jönköping. Keine Ahnung, warum, aber ich dachte immer, naja Jönköping, muss man nicht gesehen haben. Aber weit gefehlt, sie kam mir sehr modern vor mit altehrwürdigen Wurzeln zwar, und sehr gepflegt. Liest man nach, so erfährt man, dass es die Stadt der Zündholzherstellung war, die sogenannten Schwedenhölzer. Auf jeden Fall haben wir hier einige sehr auf die skandinavische Art und Weise stylische Restaurants gesehen, und hier hatten wir auch endlich mal die richtige Zeit abgepasst für den günstigen Mittagslunch: 9 Euro für Hauptgericht, Salatbuffet (Kichererbsensalat!), Getränk und Kaffee. Skol und Tak so mycket!

Wir sehen uns zum Design – Junkie Beitrag! Nicht verpassen! Eure Kat

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