Jahrestag und Feierlaune.

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Dieser Tage fiel mir auf, dass ich mein einjähriges verschwitzt habe. Mein einjähriges mit der Narbe auf der Brust.

Hach, wie doch die Zeit vergeht. Wie schnell sich alles immer weiter dreht, die Jahreszeiten, die Arbeit, die Freizeit, das Erwachsenwerden der Kinder. Und ehrlich gesagt, sehne ich mich in die Langsamkeit des letzten Jahres zurück. Zeit haben für die Little Things. Zeit haben zum schreiben und zeichnen, wahrscheinlich mit der Zeit auch die Muse, die manchmal fehlt. Mein letzter Entwurf für den Blog „Mein erster neuer Tag“ schlummert noch unveröffentlicht und wird nun von diesem hier überholt. Meine Notizen im Handy werden nur noch spartanisch gefüllt. Als ob es nichts mehr gäbe zum Aufschreiben.

Dabei merke ich, dass es mir eigentlich schon sehr wichtig ist. Es ist kein Abschnitt der zu Ende ist, sondern er pausiert nur. Und wartet auf die Möglichkeit, sich wieder da hinein zu vertiefen. Gedanken zu haben, Gedichte daraus machen, Ja das ist es. Es fehlt mir.

Die Narbe aber übt sich sehr gut in Langsamkeit. Sie beeilt sich einfach nicht, schnell ein wenig unsichtbarer und gefälliger im Verhalten zu werden. Weiterhin heißt es Geduld Geduld. Geduld haben. Es so anzunehmen wie es gerade ist. Sie nicht so sehr in den Fokus zu stellen, aber doch auch wichtig zu nehmen.

„Mensch, wir haben ja noch gar nicht den Jahrestag der Narbe gefeiert.“ sage ich zu meinem Mann. Letztes Jahr, als ich dachte es wird schon schnell verheilt sein, habe ich die Idee schön gefunden, diese linke Brustseite mit einem flächigen Henna Tattoo zu verschönern. Noch ist es immer nur eine Idee. Aber ich habe zur Feier der Woche – der Untersuchungstermin Ultraschall der Brust fiel positiv aus und zu dem Anlass trinke ich heute eine ganze Flasche Sekt, alkoholfrei – ein temporäres Tattoo aufgetragen.

One life. 💛

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