
Kurz vor Weihnachten bekomme ich eine Geschenktüte von meiner lieben Gabi. Der Inhalt spricht alle Sinne an. Mit Kleinigkeiten. Ein Buch ist dabei mit dem Titel: „Was mein Leben reicher macht“. Neugierig lese ich rein und freue mich auf eine ruhige Stunde, in der ich es ganz lesen kann. Es sind lauter kleine und klitzekleine Storys von Menschen, die ihre kleinen Glücksmomente teilen.
Bei jeder Story muss ich schmunzeln oder innerlich zustimmend nicken. Es inspiriert mich, es gleichzutun. Ab sofort schreibe ich auch meine Little Things, die mein Leben bereichern, auf. Ab und zu habe ich das bisher auch schon getan, aber eher so die überschwänglichen Ereignisse. Viel kleiner kann es sein. Das habe ich in meiner ersten Hälfte der Krankheitsphase wieder bewusst erkannt. Ein paar meiner persönlichen Stories möchte ich mit Euch teilen. Vielleicht sagt ihr auch Achja, so einfach kann das kleine Glück sein.

„An einem Abend, als ich ins Bett gehe und fror. Wie schön, in einem warmen Zuhause zu leben, und immer noch etwas zu haben, auch wenn’s nicht warm genug wäre: Decken zum einkuscheln, Mütze, Sachen, einen Menschen neben mir.“
„Als der Weihnachtsbaum steht und es dunkel wird. Und jeden Abend freue ich mich wie ein Kind über diesen schönen Anblick dieses geschmückten, leuchtenden Wunderbaums!“
„An Heiligabend über die Karte von meinem Kind, den Text, die kleinen Schreibfehler und das Ich hab dich lieb.“
„Als ich mich endlich an meine Glatze gewöhnt habe und mich auch damit schön finde. Und mein Bruder am 1.Feiertag seine Weihnachtsmütze „lüftet“ und auch keine Haare mehr zu sehen sind.“
„Bei meiner Freundin zum Weihnachtskaffee, als sie eine kleine Rede hält und ich genau meine Worte über Freundschaft höre, die ich in meiner Karte an sie geschrieben habe.“
„Als ich von einem erfolgreichen Arztbesuch komme und in einem Hinterhof eine Sat – Schüssel in Smiley Optik entdecke.“

„Am Geburtstag von meinem Mann, ausgerechnet ein Tag nach der Therapie, und er sich über das wenige, aber schöne, freut wie ein Kind.“
„Endlich schlafen können in der Nacht. Wenn es ein(ig)e nicht geklappt hat.“
„Leslie Clios neuer Song Good Trouble beschert mir einen Ohrwurm und sowas von guter Laune inklusive Tanzlaune.“
„Eine kleine Yogaeinheit mit meiner Freundin. Ich freue mich und bin stolz, wie toll sie das macht mit ihrer Stimme und ihrem Selbst.“
„Dieser fantastische Himmel, immer wieder! Diese genialen Blauschattierungen!“

„Die neue Bettwäsche, die gerade frisch gewaschen über dem Wäscheständer auf dem Balkon hängt, und dahinter der blaue Himmel, gepaart mit Vorfreude auf ein wohliges In – neuer – Bettwäsche – liegen und irgendwie Frühlingslaune.“
„Die Vorfreude, dass ich C. diesen Abreißkalender von mir schicke, den sie so gerne haben möchte.“
„Die Erkenntnis auf einem Weg irgendwohin, dass es gerade sehr erholsam ist und wie ein Geschenk, keine Verpflichtungen jeglicher Art zu haben, keinen Stress etwas zu können oder zu müssen. Und so soll es ja auch sein! Das einzige was ich manchmal Muss, ist tanzen, schreiben und fotografieren.“
„Verwunderung über mein Kind, dass entgegen seiner Gewohnheit soviel Blumenkohl am Abend futtert.“
„Ein schöner Marktbummel am Samstag Vormittag. Neben netter Begleitung vor allem der Duft von Pfefferminze und Dill, den ich mit nach Hause nehme.“
„Meinen Papa abholen mit seinem gestrandeten Fahrzeug.“

„Das Buch was mir K. geliehen hat, ist sooo richtig gut! Where is the love? voller Erkenntnisse und Botschaften, die so einfach und wirkungsvoll sind und schon beim Lesen glücklich machen ♡︎.“
“Gute – Laune – Käse kaufen, essen und warten was passiert.“
„Bergfest! 6 von 12 geschafft 😇. Am späten Nachmittag als ich nochmal in die Stadt spaziere, zwitschern die Vögel, als wäre schon FrühlingsAbend! Und …ein gutes hat es, keine Haare zu haben: sie können sich nicht verliegen beim Schlafen und wehen dir beim Wind nicht ins Gesicht. Keine Verlockung zum in-den-Haaren-spielen.“
“Wieder mal nicht schlafen können, aber ohne Frust deswegen warten. Zeit, einen Bollywoodfilm bis zum (bitteren) Ende anzuschauen,“
„Extra früh aufstehen und mit Schlafanzug unter Jogginghose und Winterjacke dem Sonnenaufgang entgegen laufen.“
„Max, unser Familienhund, wenn ich zur Tür reinkomme, sich freut und immer nochmal bellend zu Frauchen rennt(meine Mama), wie um zu sagen: Guck mal guck mal wer da ist!“
„Ein toller Sonnenaufgang heute und in der Straßenbahn ein lustiges Gespräch anhören dreier etwa 14 jähriger Jungs, wovon einer am meisten erzählt und laufend das Wort „Digga“ verwendet. 😅🙃 und der andere „Ey, das geht mir tierisch auf die Eier, dass du in jedem Satz Digga sagst!“ und der eine erzählt weiter, von nem Tik Tok Video, wo anscheinend auch jemand die ganze Zeit „Digga“ sagt. Ich amüsiere mich unter meiner Maske köstlich. Therapietag fängt gut an 🙏.“

Nur ein paar Stories, die so oder ähnlich jeder hat in seinem Leben. Nimmst du sie wahr? Bemerkenswert ist jede noch so kleine. Sie ergeben ganz nebenbei dein persönliches Glücklichmachpuzzle.
Eure Kat.
Und schon bin auch ich glücklich – über Deine vielen persönlichen Worte, den gekonnten Einstieg und die vielen schönen Begebenheiten wie an einer Perlenschnur des Lebens aufgereit und wiedermal bewusst ins Herz getroffen – jedenfalls meins;-)
Mach weiter so liebe Kathrin – Du mutige und kluge Frau mit den vielen Talenten. Es macht Freude, Dich zu begleiten. Alles Liebe Gabi:-)
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Liebe Gabi, danke wieder einmal für deinen wunderbaren Kommentar. Und danke dass du mich begleitest ☺️🥰!
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Das ist ein sehr schönes Puzzle, das du beschreibst!
Ich liebe die klitzekleinen Puzzleteile, die sich im hektischen und getakteten Alltag verstecken. Es lohnt sich, sie auszugraben, sie zu finden und in Händen hin- und herzudrehen. Ich mag dieses Gefühl, das sie hervorrufen. Vielen Dank für deinen Einblick!
Drückerle
elke
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