Eigentlich ist es schon länger her, dass wir in Schweden waren, aber immer wenn wir gefragt werden, wohin es in den Ferien geht, antworten die Frager schon für uns „nach Schweden?!“. Wir sind wohl irgendwie schon bekannt dafür, dorthin zu wollen. 😉
Nagut, dieses Mal stimmt es und wir haben uns einiges vorgenommen. Ein bisschen auch aus dem Grund, dass unser großes Kind abwechslungsreiche Tage, die er mit uns verbringen „muss“, auch bekommt. Also nicht nur 3 Wochen an einer Stelle, und immer diesselben Orte, die man besucht; deshalb haben wir uns die Route Öland – Gotland – Stockholm – Vätternsee überlegt. Viel Natur und ein wenig von – viel – Stadtleben. Das dürfte spannend genug werden.
In ungemütlichster Aufstehzeit, nachts um drei, machen wir uns fertig, füllen den Kofferraum noch mit den restlichen Reisegepäckstücken und fahren anfänglich durch hier heiss ersehnten Regen und später dann durch einen Sonnen – Wolken – Mix Richtung Norden. Die Brückenroute ist bei uns schon gut bewährt und so geht es über Kleinen und Grossen Belt, die Öresundsbron und endlich endlich gegen Abend über die lange Ölandsbron, unser erstes Ziel ist nah!

Wir sind angekommen auf der Insel der Windmühlen. Es gab hier einmal 2000 Stück, und das verteilt auf nur 137 km Insellänge und 16 km Inselbreite. Heute gibt es noch ca. 400, an jeder Ecke sind wir an einer vorbeigekommen, wirklich ein hübsches Fotomotiv! Bevor es aber richtig mit dem Erkunden der Insel beginnen konnte, mussten wir ersteinmal unser Ferienhaus finden. Und zwar in Köpingsvik. Wie sich herausstellte und was uns vorher nicht so bewusst war, einer der Hauptorte von Öland – nicht gross, aber mächtig viele Campingplätze am Strand der Köpingsviker Bucht und durch die Lage in der Mitte der Insel gut vom Urlauberverkehr durchfahren. Apropos Haupt – das Navi zeigte, dass wir fast da sind und ich hatte schon die Befürchtung, dass unser Domizil an der Hauptstrasse sein wird. Was soll man sagen, es war auch so. Und nicht nur das: es standen schon andere Gäste auf unserer Terasse und hatten ihre Handtücher über die für uns vorgesehenen Stühle gehangen. 🙂 So durfte ich erstmals gleich mein ungeübtes Englisch anwenden und mich mit der Vermieterin unterhalten. Sie meinte, ihr Husband wäre da wohl etwas zu hurry gewesen. Jaja, die Ehemänner…die bringen immer mal was durcheinander… Nun ja, es war noch nicht ganz Nacht, aber müde von der langen Fahrt waren wir natürlich, irgendwie wäre es schon schön, so langsam eine Bleibe zu haben. Wir hatten letztlich eine gute Portion Glück – das Häuschen, was wir stattdessen angeboten bekamen, war viel passender für uns, so richtig hyggelig und wie sie uns erzählte, ein ehemaliger Hühnerstall. Juhuuu, und die Kinder schlafen auf der Hühnerstange. Bisschen wie im Haus von Petersson und Findus…

Die nächsten vier Tage hatten wir Zeit, die Insel zu erkunden. Ich hatte mir einen tollen Spickzettel vorbereitet mit so manchem Geheimtipp von Tini, die in Schweden lebt, aber Deutsche ist. Auf Instagram hatten wir uns bekannt gemacht, ich folgte ihren schönen Bildern und sie später meinen. So ergaben sich tolle Ausflüge, zwar immer mit dem Auto, mit dem Fahrrad kann man natürlich manches noch viel genauer aufnehmen. Allerdings, da wäre ich wohl immer zwei Stunden später als meine Jungs am Ziel angekommen oder es hätte Stunk gegeben, wegen meiner vielen Fotostopps. Oder beides. 🙂 🙂 Also seht ihr anhand ein paar der Bilder unsere Ausflugsbeute. Meer, Wind, meistens Sonne, manchmal Regen und immer wieder schöne Natur, die auf grossen Strecken auch recht karg ist. Deswegen haben wir Öland ein klein wenig umbenannt, in Ödland. Fanden wir etwas passend, hihi. Die Locations, die wir besucht haben waren alle besonders. Und ab und zu hatten wir zwischendurch auch ganz schön grossen Hunger. An einem Tag hielten wir auf dem Weg an einer sehr gemütlich aussehenden Kaffestugan an, Es duftete und sah alles köstlich aus und es war der Einstieg in unser Self-Service-Leben in Schweden. Hier bitte erstmal Nummer ziehen und dann einfach irgendwo im Raum warten, bis die Nummer aufblinkt. Nun auf gebrochen Englisch bestellen und mit Hundertern bezahlen. Der Zwanziger übrigens (2 Euro umgerechnet) hat die Abbilder von Astrid Lindgren und ihrer Romanheldin Pippi Langstrumpf drauf. Aber: das gibt keine Überleitung zur Villa Kunterbunt, denn aus dem Alter sind unsere Jungs leider raus. 😉








Das war natürlich nur ein winziger Einblick in das Ödlander Inselleben. Wer mehr sehen möchte, schaut z.B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=VjtYb0UH-eg
Next Stopp unserer Tour ist Visby auf Gotland.